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Was ist Bronchiolitis

Februar 2019

Bronchiolitis

Den Begriff Bronchitis haben Sie vielleicht schon häufiger gehört, was ist aber Bronchiolitis? Die beiden Begriffe können beim ersten Hören für Verwirrung sorgen.

Als Bronchiolitis bezeichnen wir eine Entzündung der Bronchiolen, der kleinsten Verästelungen der Bronchien. Sie tritt vermehrt bei Babys und Kleinkindern unter 2 Jahren auf, da sich ihr Immunsystem noch in der Entwicklung befindet und besonders anfällig ist.

Zu den Symptomen von Bronchiolitis zählen erschwerte und flache Atmung, leicht erhöhtes Fieber und beschleunigter Herzschlag. Die Erkrankung tritt typischerweise in den Wintermonaten auf.

Ursachen

Die Bronchiolitis wird meist durch einen viralen Infekt verursacht. Oft handelt es sich um den Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV).  Zu einer Übertragung der Erreger kommt es durch Tröpfcheninfektion. Die Viren gelangen dabei über die Atemluft in die Nasenschleimhaut. Da die Erreger bis zu mehreren Stunden außerhalb des Körpers überleben können, werden sie auch durch Anfassen von Gegenständen, zum Beispiel Spielzeug in der Krippe, übertragen. Von den Händen gelangen die Viren in die Atemwege. Deswegen ist im Umgang mit Babys unbedingt auf Hygiene und Händewaschen zu achten.

Symptome

Bei der Bronchiolitis kommt es zu unterschiedlichen Symptomen der Atemwege.

Starker Husten, Atemnot und Halsschmerzen sind typisch für Bronchiolitis. Auch leicht erhöhtes Fieber ist oft zu beobachten. Die Beschwerden halten auch nachts an, wodurch es zu Schlafmangel, Müdigkeit und Gereiztheit kommen kann. Das Fieber macht die Patienten müde und abgeschlagen.

Eine Bronchiolitis bei Kleinkindern und Babys ähnelt ebenfalls einer gewöhnlichen Erkältung. Das Kind hat keinen Appetit, seine Nase läuft oder ist verstopft. Auch seine Temperatur ist leicht erhöht – zwischen 37,5 und 38 Grad C. Hinzu kommt ein trockener Husten.

Wenn die  Symptome sich nach einigen Tagen verschlechtern, könnte es sich um eine Bronchiolitis handeln. Das Baby atmet dann schnell, flach und angestrengt, sein Herzschlag erhöht sich, der Husten verstärkt sich. Es könnte sein, dass das Füttern schwieriger wird oder das Baby das Essen ganz und gar verweigert.

Da es sich um eine Vireninfektion handelt, ist eine medikamentöse Behandlung nicht sinnvoll. Die Heilung kann jedoch durch eine entsprechende Linderung der Symptome unterstützt werden.

In ganz seltenen Fällen (weniger als 2 %) muss das Baby oder Kleinkind im Krankenhaus behandelt werden.

Da eine schwere Bronchiolitis ernsthafte Atemprobleme verursacht, sollten Sie als Eltern besonders auf folgende Anzeichen achten und sofort einen Arzt konsultieren:

  • Dehydrierung: Ihr Baby hat innerhalb von 24 Stunden weniger als die halbe Trinkmenge zu sich genommen und seit sechs Stunden keine nasse Windel. Bei Dehydrierung hat Ihr Baby auch einen trockenen Mund und Lippen.
  • Ihr Baby ist ganz lethargisch und schläfrig.
  • Das Fieber ist auf über 38 Grad C gestiegen.
  • Atemnot: Ihr Baby atmet mit einem keuchenden, pfeifenden Geräusch ein und aus, seine Nasenflügel blähen sich beim Atmen auf. Die Haut unter dem Rippenbogen, am Schlüsselbei oder zwischen den Rippen wird beim Atmen sichtbar nach innen gesogen.
  • Die Lippen und Fingernägel des Kindes laufen blau an.
  • Die Atmung ist beschleunigt. Das Baby atmet schneller als 60 Mal pro Minute.
  • Die Atmung wird manchmal unterbrochen und setzt für einige Sekunden aus
  • Die Bauchmuskeln des Babys ziehen sich beim Atmen zusammen

Diagnose

Die Diagnose Bronchiolitis kann vom Arzt anhand der Geräusche im Oberkörper gestellt werden. Durch Abklopfen des Oberkörpers oder Abhören mit dem Stethoskop. Manchmal wird ein Röntgenbild gemacht.

Behandlung

Die Bronchiolitis braucht nicht immer behandelt zu werden. Oft heilt sie nach einem milden Verlauf innerhalb von ungefähr 7 Tagen aus.

Die Heilung kann durch Bettruhe und ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit unterstützt werden.

In seltenen Ausnahmefällen kommt es zu einer stationären Behandlung (unter 2 %).

Prävention

Da es sich um eine Tröpfcheninfektion handelt, sollte beim Umgang mit Babys und Kleinkindern unbedingt auf Hygiene geachtet werden.


Quellenangaben: